Clooney
von Chris Boysen
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23.01. bis 25.01.2017 / Berlin
Aufgedreht und durchgeknallt – ADHS bei Hunden
Kennen Sie das? Der Mensch ist nach einem zweistündigen Spaziergang völlig erledigt und sein Hund guckt ihn an und scheint zu fragen: „Und was machen wir jetzt?“ Nachts bekommt man kein Auge zu, wenn der Hund im Schlafzimmer ist, weil seine Krallen pausenlos auf dem Laminat klickern, während er unruhig umhergeht. Man kann ihn nicht fünf Minuten vor dem Bäcker anbinden, weil sein Bellen und Schreien die Tierschützer alarmiert. Ihm etwas beizubringen ist eine Qual, weil er sich keine fünf Minuten konzentrieren kann. Selbstkontrolle ist ein Fremdwort für ihn, denn wenn er etwas sieht, muss er hin. Unterbricht man ihn dabei, kann er auch schon mal ungemütlich werden.

Ist so ein Hund einfach schlecht erzogen oder steckt eine Störung der Aufmerksamkeit und Impulskontrolle dahinter? Und wie soll man das eine vom anderen unterscheiden?

Um diese Fragen zu klären, wirft Robert Mehl mit den Teilnehmern einen tiefen Blick ins Gehirn. Auch wer von Neuroanatomie bisher keine Ahnung hatte, findet sich nach einer kurzen Einführung allein im Hundehirn zurecht. Gemeinsam machen wir uns dann auf die Suche nach der Aufmerksamkeit und finden heraus, wie es hier zu Störungen kommen kann. Anschließend besuchen wir die Steuerzentrale des Hundes und beobachten, wie von dort aus Handlungsimpulse kontrolliert werden und was dabei alles schiefgehen kann.

Aufbauend auf diesen Grundlagen befassen wir uns mit dem Krankheitsbild „ADHS“. Wir diskutieren, welche Symptome wir bei Hunden beobachten können, und was die Ursachen der Erkrankung sind.

Die Teilnehmer lernen einen Beobachtungsleitfaden und hilfreiche Fragen kennen, die ihnen helfen zu entscheiden, ob der Hund Erziehung oder Therapie braucht. Auch das Thema Psychopharmaka wird besprochen und zwar so, dass jeder Teilnehmer danach versteht, wie und wo das Medikament im Gehirn wirkt. In diesem Zusammenhang wird auch der Einfluss der Ernährung besprochen.

Im praktischen Teil des Seminars lernen die Teilnehmer, die Aufmerksamkeitsleistung von Hunden zu beurteilen. Maren Grote stellt anhand von Fallbeispielen allgemeine Trainingstechniken zur Förderung von Impulskontrolle und Frustrationstoleranz vor und begleitet die Teilnehmer beim selbständigen Ausprobieren und Üben.

Zuletzt diskutieren wir Empfehlungen zur Therapie von Hunden mit Aufmerksamkeits- und Impulskontrollstörungen, so dass die Teilnehmer sich ein eigenes kritisches Urteil über die auf dem Markt angebotenen Therapiemethoden bilden können, und es ist nicht auszuschließen, dass der eine oder andere Teilnehmer auf der Basis des Gelernten selbst eine gute Therapieidee entwickelt.

Für die Veranstaltung dürfen natürlich Hunde mitgebracht werden, die aufgedrehtes, unkonzentriertes und impulsives Verhalten zeigen. Diese Hunde müssen ihre Bezugsperson dabei. Melden Sie sich gerne als Fallbeispiel mit ihrem Bezugshund im dogument-Büro an.
Zielgruppe HundetrainerInnen, HundehalterInnen
Teilnehmerzahl Maximal 20 TeilnehmerInnen
Preis 330.-€ (nicht im Preis enthalten: Fahrtkosten, ÜN und Verpflegung)
Ort Berlin
Termin 23.01. bis 25.01.2017
Dozent(en) Robert Mehl, Maren Grote
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