Clooney
von Chris Boysen
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20.06. bis 21.06.2017 / Bad Oldesloe
Ängstliche Hunde – Ursachen, Management, Therapie
Angst ist ein Problem in der Hundeerziehung mit vielen Facetten: Es gibt Hunde mit Trennungsangst, Schuss- und Geräuschängsten, Angst vor bestimmten Untergründen, Angst vor anderen Hunden, vor Männern oder vor zu viel Aufmerksamkeit. Einige Hunde scheinen sich vor fast allem zu fürchten, andere verhalten sich im Alltag normal, geraten aber in Panik, wenn sie mit ihrem Angstauslöser konfrontiert werden und flüchten kilometerweit – auch über Straßen.

Warum hat mein Hund Angst? Wie entwickelt sich eigentlich Angst im Körper und Gehirn eines Hundes? Wie soll man als Halter damit umgehen: Ignorieren oder Unterstützen, Konfrontieren oder Vermeiden? Warum funktionieren einige Trainings- und Therapieansätze bei manchen Hunden so gut und bei anderen gar nicht?

Wir gehen die Fragen nach der Angst von zwei Seiten an: Robert Mehl nimmt die Teilnehmer mit auf eine Reise ins Gehirn des Hundes. Wir suchen nach der Quelle der Angst tief im Gehirn, beleuchten das System der Neurotransmitter, die als Botenstoffe die Angst im Gehirn verbreiten, und erforschen ihre Beziehung zum Hormonsystem. An dieser Stelle zeigen wir, wie Hundehalter und Hundetrainer gezielt oder versehentlich auf Gas und Angstbremse treten können. In diesem Zusammenhang diskutieren wir auch den Einfluss von Kastration und Ernährung auf das Hormonsystem und in welchen Lebensphasen des Hundes das Thema Angst besonders relevant ist. Zuletzt zeigen wir den Unterschied zwischen normaler Angst und verschiedenen Angststörungen auf und sprechen über Verhaltenstherapie und die Wirkung von Psychopharmaka.

Wenn die Ursachen für die Entstehung von Ängsten geklärt sind, gilt es das Potential des einzelnen Hundes zu erkennen. Aus diesem Grund ist es wichtig den Hund richtig einzuschätzen. Hier übernimmt Claudia Fries den Praxisteil und arbeitet mit den ausgewählten Hunden. Wenn wir genau hinschauen und hinfühlen erkennen wir, wie wir den Hund unterstützen können. Nun erst können wir gezielt einen Trainingsplan aufbauen, in dem er die Möglichkeit erfährt, neue Erkenntnisse zu sammeln und damit Stück für Stück besser mit seinem ängstlichen Verhalten zurecht zu kommen, bis er auch ein neues Verhalten lernen kann.

Am Ende des Seminars verstehen die Teilnehmer das komplexe Zusammenspiel von Hormonsystem und Gehirn bei ängstlichen Hunden. Halter von ängstlichen Hunden können sich eine eigene, kritische Meinung zu den auf dem Markt angebotenen Trainings- und Therapievorschlägen bilden und gezielter die passenden Ansätze für ihren Hund auswählen. Hundetrainer erfahren mehr darüber, wie und bei welchem Hund bestimmte Methoden wirken - und bei wem eben auch nicht.

Wenn Sie selber einen Hund haben der ängstliches Verhalten zeigt oder Sie betreuen so einen Hund, können Sie sich gern als Fallbeispiel bei uns im dogument-Büro anmelden.
Zielgruppe HundehalterInnen, HundetrainerInnen
Teilnehmerzahl Maximal 20 TeilnehmerInnen
Preis 220.-€ (nicht im Preis enthalten: Fahrtkosten, ÜN und Verpflegung)
Ort Bad Oldesloe (35 Km nordöstlich von Hamburg)
Termin 20.06. bis 21.06.2017
Dozent(en) Claudia Fries, Robert Mehl
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